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Pilgerherberge zum 33.Ev.Kirchentag in Dresden Fußspuren aus Papier führten Pilger- und Interessierte über die Pflaster-steine des Dresdner Neumarktes in einen Dachraum des Johanneum, der einstigen Kutschenhalle des sächsischen Kurfürsten und heutigem Verkehrsmuseum. Dort befand sich die Pilgerherberge zum Dresdner Kirchen-tag vom 1.6. bis 5.6.2011. In einem gesonderten Ausstellungsraum präsentierten ca. 12 Pilger-Organisationen, Engagierte und Pilgerbegeisterte ihre Pilgerwege vor. Neben altvertrauten Pilgerfreunden der Jakobusgesellschaft und des Lutherweges in Mitteldeutschland waren auch Pilgerinitiativen aus der Schweiz und aus Norwegen Wege zu Gast. Trotz der exponierten Lage gab es keine Zeiten, in denen der Raum ohne Besucher gewesen wäre. Und es war eine Herberge im wahrsten Sinn des Wortes: ein gastlich eingerichteter Bereich hielt für alle frisches Brot, Apfelscheiben und kühles Wasser bereit. Dankbar nahmen es viele der Gäste in den bis 30°C heißen Tagen entgegen. Ein herzliches Dankeschön sei an Frau Duesberg gesagt, die in stiller Zuverlässigkeit diese Gastlichkeit gewährleistete. Beim Pilgern kommt Leib und Seele zusammen, so sagt man. Die Pilger-herberge lud daher auch täglich zu Andachten in der Mittagszeit ein. Ein Lied, eine Lesung, ein Gebet. Schlicht und einfach, wie es eben beim Pilgern so üblich ist – so hat eine jede Einkehr eine zweifache Dimension: als Pilger suchen wir eine Herberge für unseren Leib und kehren letztlich doch immer ein in Gottes Haus. Die Pilgerbewegung und neue Spiritualität war stand im Focus einer Podiumsdiskussion im Kongresszentrum.Eine Pilgergruppe aus der Pilerherberge eröffnete Vortrag und Diskussion mit Berichten und persönlichen Erfahrungen. Christfried Boelter vom Gemeindedienst der EKM, zuständig für Pilgerwege und Klöster, erläuterte vor dem übervollen Saal, warum Menschen sich immer wieder vom Pilgern faszinieren lassen. Pilgern hat längst Konfessionsgrenzen überschritten und hat mittlerweile eine missionarische Dimension, da auf diesen Wegen zunehmend Konfessions-lose unterwegs sind und über Lebensfragen auf Glaubensfragen stoßen. Höhepunkt der Pilgerinitiativen war der auf dem Kirchentag durchgeführte Interreligöse Pilgerweg, der mehrere hundert Pilger angezogen hatte. Aus dem Pilgerweg des Ökumenischen Samstagspilgern durch die Stadt, von Diakonissenhauskirche zur Jakobikirche Pesterwitz , wurde ab der Frauenkirche ein interreligiöser Pilgerweg, der auch zu den Pforten von Synagoge und muslimischen Betsaal führte. Begleitet wurde er unter anderem auch von der Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland und Bischof Weber dem Vorsitzenden der ACK . Alles in allem, Pilgerfreunde auf dem Kirchentag und in der Pilgerherberge fanden in herzlicher Atmosphäre zueinander. Frau Dagmar Schlegel sei auf diesem Wege herzlichst für die perfekte Organisation gedankt. Dann auf zum nächsten Kirchentag! Wer will, der kann schon losgehen. Damit wünsche ich einen „gesegneten Weg“! Dirk Vogel Pfarrer , Mühlhausen Deutsche St. Jakobusgesellschaft Region Mitteldeutschland |
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