| 5. Etappe Ökumenisches Samstagspilgern in Thüringen Mellingen-Weimar |
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5. Etappe von Mellingen nach Weimar am 14.06.2008 Liebe Erdenpilger, liebe Freunde, Aktive und Engagierte, in Mellingen, an der St. Georgs Kirche, angekommen, begrüßte uns ein ganzes Team. Es ist schön, wenn man so herzlich empfangen wird. Ich möchte im Namen der Pilgergruppe ganz herzlich Dank sagen an Frau Renate Uthe, Prof. Dr. Hans Bergmann und Herrn Matthias Händel, dass sie für uns Zeit hatten. In der Broschüre steht, dass die Mellinger ein geselliges Völkchen sind, diesem können wir nur zustimmen. An unser leibliches Wohl wurde auch gedacht. Prof. Bergmann gab uns Auskunft über die Geschichte des Ortes und begleitete die Morgenandacht. Herr Händel machte uns große Freude mit seinen Bildern und Ausführungen über das Gotteshaus von Mellingen. Im Anschluß wanderten wir gemeinsam mit Frau Uthe hinüber nach Taubach zur Kirche St. Ursula. Auch hier wurde uns die Kirchentür geöffnet (Frau Keltunker). Am 01. Juni hatte hier erst eine Feier zur Wiederinbetriebnahme der Turmuhr statt gefunden. Meine Zeit steht in deinen Händen (Psalm 31, 16a) Auf und an den Wegen durch Thüringen haben wir viele Kirchen gesehen, in denen man spürt, dass die Kirchgemeinden leben und es immer wieder wagen, mit Gottes Hilfe die Erneuerungen und Erhaltungsarbeiten an den Gotteshäusern durchzuführen. Das Zusammenwirken vieler für eine gemeinsame Sache. Der Weg führte weiter durch das Ilmtal zur Kipperquelle, wo wir eine Rast einlegten. Beim Weitergehen zur Kirche nach Ehringsdorf wurde mir erst bewusst, dass eine Uhrzeit für die Besichtigung der Kirche ausgemacht war. Als wir ankamen, sahen wir eine Frau und eine offene Tür! Frau Inge Haubold hatte auf uns Pilger gewartet. Sie ist der größte Schatz der Kirchgemeinde! Beim Betrachten der St. Marien Kirche fiel uns der Blumenschmuck auf, diese Pracht im Gotteshaus. Da jubelten unsere Herzen. „Die Liebe des Schöpfers sei mit Ihnen und begleite Sie.“ Von den Daten zur Kirchengeschichte habe ich mir nicht viel gemerkt, aber an Frau Haubold werde ich mich immer gern erinnern. Zum Abschluß sangen wir noch ein Lied und zogen dann fröhlich unsere Straße weiter. Nun kamen wir nach Oberweimar mit der ältesten Kirche von ganz Weimar. Dort wurde gerade Hochzeit gehalten, so musste für uns ein kurzer Blick genügen. Wir durchwanderten den schönen Pfarrgarten, durch den auch der Papierbach fließt. Danke für die Erlaubnis. Weiter ging es am Bienenmuseum vorbei zum historischen Friedhof mit Fürstengruft und Russisch-Orthodoxer Kirche. Dort durften wir uns im Kirchenraum umschauen und begleiteten eine Weile den Gottesdienst in russischer Sprache. Er dauert insgesamt 3 Stunden! Eine kurze Besichtigung der Herderkirche war auch noch möglich. Es probte gerade eine Chor, der das Gotteshaus mit Klang und Harmonie füllte. Manchmal ist das große Glück der kleine Moment. Auch in das Kirms-Krakow-Haus mit seinem schönen Biedermeiergarten warfen wir einen Blick, und erreichten kurz darauf die Jakobskirche. Dort gibt es eine Menge zu entdecken und zu sehen. Wir durften auch einen Blick in die Sakristei werfen, in der 1806 Johann Wolfgang Goethe und Christiane Vulpius geheiratet hatten. Es ergab sich dort eine interessante Gesprächsrunde mit dem Küster Herrn Schneider. Nimm dir Zeit zu lachen – das ist die Musik der Seele. Nimm dir Zeit zu pilgern – und du spürst die wunderbare Schöpfung Gottes. Dank an alle Gemeinden und ihre freundlichen, hilfsbereiten Menschen, die uns auf dieser Wegetappe begegnet sind. Pilgern ist „Gemeinschaft erleben und lebendig machen, neue Freunde finden und Kulturen verbinden, dann ist Christus mitten unter uns.“ Renate Kleiber / Steffen Rödiger |
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