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Pilgerauftakt 2012
  Das neue Jahr 2012 hat begonnen!   Es wird  auch für uns Pilger wieder viele verschiedene Wege bereithalten
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8. Etappe des ökumenischen Samstagspilgerns durch Thüringen PDF Drucken E-Mail

Vieselbach – Windischholzhausen, Sa. 13.09.2008-09-16

Bei kühlen Temperaturen traf sich in der katholischen Kirche zu Vieselbach ein Dutzend Pilger aus verschiedenen Thüringer Orten. Frau Krock hieß uns herzlich willkommen und berichtete aus der Geschichte der Gemeinde. Nach der Morgenandacht, gestaltet durch Frau Fuchs aus Erfurt, kamen 3 weitere Mitpilger hinzu. Auch aus der Gastgeber-Gemeinde schloß sich ein Paar unserem Weg an.

Dieser führte zunächst entlang eines kleinen Baches unter dem Eisenbahn-Viadukt hindurch. Dann kamen schon die Häuser von Hochstedt in Sicht. Auch die Kirche des Ortes ist hoch gelegen. Von außen unscheinbar, birgt sie einen zauberhaften gotischen Schnitzaltar. Von der wechselhaften Geschichte dieses Altares und des Gotteshauses berichtete uns der Kirchenälteste Herr Wladitschek. Gleich neben der Kirche ging es noch ein Stück hinauf, und weiter über abgeerntete Felder. Die Wind pfiff frisch und kräftig, und man hatte eine grandiose Rundumsicht. In Mönchenholzhausen machten wir zuerst an der Gaststätte „Mönchkrug“ Station, um zum Mittag unsere leiblichen Bedürfnisse zu stillen. Da sich jetzt sogar die Sonne ein wenig zeigte, saßen wir draußen und ließen uns die servierten Speisen munden. Da Herr Dietrich, der zuständige Ortspfarrer zu einem weiteren Termin musste, gab er den Kirchenschlüssel an Frau Barth weiter, welche Mitinhaber der Gaststätte ist und sich außerdem im Kirchbau-Verein engagiert. So zogen wir mit gut gestärkt weiter, und schauten uns in dem stattlichen Kirchengebäude mit dem hohen Turm um. Frau Barth wies uns auf die markantesten Besonderheiten hin, und dass zur Sanierung des Gotteshauses noch viel getan werden muß. Nach einer kurzen Mittagsandacht verließen wir den Ort und erneut ging es durch eine weite, offene Feldlandschaft nach Büßleben. Dort überquerten wir den Friedhof, umrundeten die Kirche von außen und durchquerten einen kleinen Teil des Dorfes. Im Nachbarort Niedernissa wartete bereits Frau Urbich auf uns. Das Kirchen-Innere erstrahlte in einem hellen Anstrich, und obwohl der Kanzel-Altar noch von Gerüst und Planen umhüllt war, spürten wir die freundliche Atmosphäre des Raumes. Auch aus den Worten von Frau Urbich sprach ein freundlicher und zupackender Geist, der dort waltete. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es bereits weiter zum Endpunkt der Etappe. Die Kirche von Windischholzhausen ist nur knapp 1 km entfernt, und auch dort wurden wir erwartet von Frau Radke vom Gemeindekirchenrat sowie Herrn Pfarrer i. R. Karl Metzner, der die Schlussandacht gestaltete. Aus seinen bewegenden Worten waren gespeist aus langjährigen Erfahrungen in der Friedensarbeit. Mit über 80 Jahren folgt er noch immer seinem Leitspruch: „Schwerter zu Pflugscharen“. Auch wir berichteten von Erfahrungen aus unserem Lebensalltag und vom gemeinsamen Pilgerweg. Mit dem Lied „Dona nobis pacem“ klang die Andacht aus, und nach dem sich jeder den wohlverdienten Stempel in seinen Pilgerpaß abgeholt hatte, liefen wir zur Straßenbahn, die uns zum Erfurter Haupbahnhof, und von dort in die Heimatorte brachte.

Steffen Rödiger