| 8. Etappe Oekumenisches Samstagspilgern Wurzen- Sommerfeld 4. Oktober 2008 |
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Unterwegsein heißt Leben - Leben heißt UnterwegsseinEs war noch fast dunkel als die meisten Pilger zum Leipziger Hbf aufbrachen. Aber dort angekommen waren wir bei weitem nicht die ersten die an diesem Tag aufgestanden waren! Denn dort stand zu unserer großen Freude Ehepaar Walkow aus Buttstädt bei Weimar, die schon 3.30 Uhr losgefahren waren, um diese letzte Etappe des Oekumenischen Samstagspilgern in Mitteldeutschland mit zu gehen! Auf der Fahrt nach Wurzen und am dortigen Bahnof kamen immer mehr Pilgerfreunde dazu, so dass Gemeindepädagoge Stefan Winkelmann 41 Pilger auf dem ehemaligen Friedhof von Wurzen begrüßen konnte! Mit Informationen zu Geschichte der Stadt und Kirchen machten wir uns auf den Weg. An der Stadtkirche St. Wenceslai steht die erste Stele des neuen Ringelnatz Weges (der Dichter Joachim Ringelnatz wurde vor 125 Jahren in Wurzen geboren ), dort machten wir Halt und hörten Verse des Dichters, dann ging es vorbei am Geburtshaus Ringelnatz` und an der Posthalterei weiter zur Domfreiheit und zum Dom. Mit einer Andacht zum Thema Unterwegssein im Leben , begleitete Herr Winkelmann uns in unseren Pilgertag .Dann starteten wir und schnell hatten wir den Blick wieder auf die Muscheln am Wegesrand eingestellt. Am Stadtrand gab es noch Erklärungen zur „ Keksfabrik“ und eine Kostprobe. Die Türme der Mühle begleiteten unserern Weg noch bis zum Mittag. Auf dem Weg entlang des Muldendammes sahen wir Raubvögel über den abgeernteten Felder und weidende Tiere die uns Pilger neugierig beäugten! Schnell war Nepperwitz erreicht und ein Plakat des Ökumenischen Pilgerweges zeigte uns den Weg zum Pfarrhof. Dort begrüßte uns Gerd Pettrich und bat uns ins Jugendbegegnungshaus. Im Gemeinderaum standen zu unserer Überraschung Brötchen und Tee bereit und wir konnten uns stärken. Anschließend gingen wir in die schöne kleine Dorfkirche. Herr Pettrich und seine Praktikantin hielten mit uns eine Andacht und erklärten uns den Altar vom Leipziger Künstler Michael Fischer Art. Diesen Altar spendete ein ortsansässiger Tischlermeister nach der Flut von 2002. Er löst immer wieder neues Nachdenken über die Bedeutung von Gott und den Menschen , auch in der heutigen Zeit, aus !Körperlich und geistig gestärkt liefen wir nun über eine alte Straße in Richtung Machern und auch wenn der Herbstwind sehr pustete kamen wir gut voran, so daß bald der Schloßpark in Sicht kam! Dieser wurde im 18. Jahrhundert im englischen Stil von E.W. Glasewald für die ortsansässigen Grafen von Lindenau entworfen und ist mit seinen Kunstruinen, Teich und Schloß ein beliebtes Ausflugsziel der Leipziger. In der alten Dorfkirche, die gerade für das Erntedankfest geschmückt wurde, empfing uns Frau Krämer vom Kirchenvorstand und erzählte uns aus der langen Geschichte von Kirche und Ort! Machern hat nach 1990 viele neue Bewohner und auch Gemeindeglieder durch den Bau von Einfamilienhäusern bekommen. Nach einer kurzen Pause und der Verleihung der Pilgerurkunden für dieses Jahr ging es auf zum nächsten Tagesabschnitt. Nach einigen Irrwegen durch den dichten Tresenwald kamen wir wieder auf den Weg mit der Muschel und plötzlich kam uns Pilgerfreund Matthias Winkler mit dem Fahrrad entgegen. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, trotz seines Bereitschaftsdienstes die Pilger ein Stück zu begleiten und uns seinen Hinweis für die Pilger auf dem Ökumenischen Pilgerweg zu zeigen. Entlang des Waldrandes ging es dann nach Cunnersdorf und bald sahen wir die Panitzscher Kirche vor uns. Durch den Ort stiegen wir hinauf und wurden in der festlich (hochzeitlich ) geschmückten Kirche von Herrn Pf. Freier freundlich begrüßt. Er erzählte uns aus der langen Geschichte der Hohen Priester Kirche. In Ihr vereinigen sich Baustile aus fast 900 Jahren und auch moderne Kunst fand Ihren Platz. Im Pfarrhof gab es dann noch etwas zu trinken und mit guten Wünschen ging es auf den Weg zum Tagesziel.Mit müden Pilgerbeinen, aber schon im Blick auf die Sommerfelder Kirche, bewältigten wir die letzten Kilometer. Ein schöner Gruß war das Straßenschild JAKOBSPILGERWEG in der Sommerfelder Dreieckssiedlung. Nun ging es doch ganz schnell: wir überquerten die Autobahn und bogen in eine Straße ein und sahen da jemanden vor der Kirche stehen und plötzlich begannen die Glocken zu läuten!!!!!! Das Ziel war erreicht!!!!! Herr Pf. Ulbricht führte uns Pilger in die warme, gut besetzte Kirche!!!! Was für ein Empfang, denn an diesem Tag wurde in Sommerfeld Kirmes gefeiert!!! Aus vollem Herzen sangen wir gemeinsam Volks- und Gesangbuchlieder, hörten die Geschichte vom reichen Kornbauern und stellten uns dankbar unter den Segen Gottes. Anschließend wurden wir gebeten uns bei Braten, Kuchen und Getränken auch noch körperlich zu stärken. Dabei unterhielten wir uns noch mit den vielen Gemeindegliedern und dem netten Pfarrerehepaar.Mit einem Kanon verabschiedeten wir uns und mit Straßenbahn, Zug und Auto ging es zurück nach Freiberg/Sa., Dresden, Dippoldiswalde, Leipzig, Buttstädt, Jena und Erfurt .Wir danken für diesen segensreichen Pilgertag. Dagmar Schlegel, Rackwitz |
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