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Pilgerauftakt 2012
  Das neue Jahr 2012 hat begonnen!   Es wird  auch für uns Pilger wieder viele verschiedene Wege bereithalten
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Bericht Pilgertreffen Magdeburg 14.2.09 PDF Drucken E-Mail
Lang geplant und nun endlich da, der Tag des Treffens der Pilger der Region  Mitteldeutschland der Deutschen St. Jakobusgesellschaft und der Jakobusgesellschaft Sachsen-Anhalt.
Am Morgen des 14.Februar trafen sich auf dem Hbf Leipzig 24 Erwachsene und eine junge Nachwuchspilgerin, die vierjährige Anna-Laura, Enkelin von Claudia Steffler! Man konnte förmlich die Freude und Erleichterung spüren, dass die „Pilgerfreie“ Zeit vorbei war und wir uns wiedersahen. Mit dem Zug fuhren wir nach Halle und von dort aus nach Magdeburg! Diese Stadt im Norden von Mitteldeutschland war für die meisten, eine Neuentdeckung! Sie wird der Ausgangspunkt des Oekumenischen Samstagspilgern in Mitteldeutschland in diesem Jahr sein! 

Nach einem kurzen Weg durch die Stadt, bogen wir in die Jakobstraße ein, da konnten wir Pilger ja nur richtig sein! Im Gemeindezentrum der Katholischen St. Petri-Gemeinde  erwartete uns das Team um Frau Viehweg und eine reich gedeckte Kaffee –und Frühstückstaffel. Nach einer kurzen Begrüßung durch Rat Kraning konnten wir uns erst einmal stärken.In den nächsten Minuten kamen immer mehr Pilger und Gäste aus nah und fern. Es war noch genug Zeit um miteinander ins Gespräch  zu kommen und sich einander vorzustellen.Nachdem dann alle  Platz genommen hatten,  konnte Rat Kraning etwa 75 Personen begrüßen! Der Präsident der Jakobusgesellschaft Sachsen- Anhalt, Herr Pf. Bartsch aus Hettstedt, hielt ein Grußwort in dem auch er betonte wie gut es ist, daß  wir von beiden Gesellschaften miteinander  auf dem Weg sind. Steffen Rödiger, der Beauftragte der Region Mitteldeutschland in der Deutschen  St. Jakobusgesellschaft, richtete Grüße von Präsident Dr. Robert Plötz aus und dankte den Magdeburgern für die Möglichkeit  dieses gemeinsamen Treffens in ihrer Stadt.Nun ging es wieder hinaus in den kalten Februartag! Rat Kraning führte uns auf dem Jakobsweg Sachsen-Anhalt durch die reiche Geschichte und durch die Zerstörung im 2. Weltkrieg unabänderlich geprägte Kirchenlandschaft im nördlichen Zentrum von Magdeburg.Nachdem Pilgersegen in der gastgebenden Petrikirche , erzählte uns Pfarrer Vornewald aus der  Geschichte der Kirche früher und nachdem Wiederaufbau in den 60er Jahren. Besonders beeindruckend sind die modernen Fenster. An der Magdalenenkapelle vorbei, ging es zur Elbe, dem Fluß, der das Leben der Stadt geprägt hat. Wir erinnerten uns  an das Hochwasser von 2002 und wie die Stadt bewahrt wurde! Anschließend gingen an den historischen Mauern der Stadtbefestigung  und der Lukasklause entlang. Danach auf der Jakobstraße und Mühlenstraße, dem Pilgerweg, zur Wallonerkirche. Wir hörten aus der wechselvollen Geschichte der wallonischen und französisch reformierten Gemeinde in Magdeburg. Ganz in der Nähe hat auch die Jakobskirche gestanden. Nun ging es in den Stadtkern, zum Denkmal des berühmten Otto von Guericke, Wissenschaftler und Bürgermeister. Am Rathaus steht eine Rolandfigur. Hier wurde auch der Sachsenspiegel, später das Magdeburger Recht genannt, begründet. Am vergoldeten Reiterstandbild  Kaiser Otto I. gab es weitere Details zu erfahren. Gegenüber der Johanniskirche konnte uns Herr Altmann die Details der Kirchentür  erklären, sie stellen das Gedenken an die Opfer des 2. Weltkrieges in den Mittelpunkt.  Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Kreuzganges des ehemaligen Klosters Unser lieben Frauen mit dem Brunnenhaus und der Kapelle mit der Jakobsstatue! Dort wurden wir daran erinnert, daß es nicht den Jakobusweg gibt, sondern daß Pilger  auf vielen Straßen, besonders den befestigten Handelsstraßen unterwegs waren und in den Hospizen der Städte Station machten. Mit einem „ Großer Gott wir loben Dich „ dankten wir für Bewahrung damals und heute. Als nächstes war St. Sebastian, die Katholische  Bischofskirche  Magdeburg unser Ziel. Herr Kraning   führte uns in die noch junge Geschichte des Bistums und damit der neuen Bestimmung dieser alten Kirche. Am Hauptaltar sahen wir  den Patron unserer Pilgerschaft, den Heiligen Jakobus.  Unser Stadtpilgergang endete am  Dom, dessen Besichtigung wir leider auf einen späteren Besuch verschieben müssen.Nun kehrten wir in das Gemeindezentrum zurück! Oh wie gut tat die Wärme, nach dem eisigen Wind, und erst der Pilger-Eintopf dessen Duft uns entgegenkam! Wir stärkten uns dankbar!Im jetzt beginnenden Teil des Pilgertreffens,  informierten wir uns über die Pilgerangebote in unserer Region im neuen Pilgerjahr 2009. Steffen Rödiger und Dagmar Schlegel stellten die Angebote der Region Mitteldeutschland der Dt. St. Jakobusgesellschaft vor, zum einen das Samstagspilgern auf dem „Weg der starken Frauen“  in Thüringen und zum anderen das Oekumenische Samstagspilgern  „ Auf den Wegen der Jakobspilger durch Sachsen-Anhalt“. Willi Kraning lud zum Samstagspilgern auf dem Jakobusweg Sachsen- Anhalt ein. Ein weiteres Angebot machte Pfarrer Vornewald: Dabei wird dazu eingeladen den Jakobsweg zu er-FAHREN. Nämlich per Rad!  Außerdem wurde auf die Pilgerfahrt Magdeburg – Gnesen hingewiesen, die im Juni  Deutschland und Polen auf Pilgerwegen verbinden soll.Volker Schikowsky machte auf das Jubiläum des Heiligen Brun von Querfurt aufmerksam, aber auch auf das Schicksal der  Jakobikirche Mücheln,  für deren Restaurierung wir in diesem Jahr spenden wollen.  Während der folgenden Kaffeepause  kamen wir bei leckerem Kuchen über die vorgestellten Wege ins Gespräch, Flyer wurden mitgenommen und schon Verabredungen zu einzelnen Pilgergängen getroffen. Am Ende der  Pause bedankten wir uns bei den Gastgebern!Im Folgenden stellten uns die Sachsen- Anhalter ihren Teil des Jakobsweges in Bildern vom Samstagspilgern 2006/2007 vor. Beeindruckend waren vor allem die Backsteinkirchen und die z.T. romanischen Kirchen in den Städten und Dörfern am Weg.Mit  einem dankbaren Gebet, dem Vaterunser und dem Segen beendeten wir dieses Treffen   im gastfreundlichen Magdeburg  und wünschen allen Teilnehmern ein gutes Jahr auf den Pilgerwegen.Bis zu einem Wiedersehen alles Gute!                                                                                  

Dagmar Schlegel