| Pilgerbericht 1.Etappe Ökumenisches Samstagspilgern in Thüringen Montag, 30. März 2009 |
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Ökumenisches Samstagspilgern in Thüringen „Auf dem Weg der starken Frauen“ Unser diesjähriger Pilgerweg führt uns in 8 Etappen über 81 km von Erfurt nach Rottenbach.Der gemeinsame Jahresabschluss der verschiedenen Pilgergruppen in Mitteldeutschland wird dann mit einer gemeinsamen Pilgerung von Mücheln nach Freyburg/Unstrut über 16 km begangen. Bericht über die 1. Etappe des ökumenischen Pilgerweges in Thüringen: Ursulinenkloster in Erfurt bis Evangelische Kirche in Möbisburg über ges. 10 km Am Samstag dem 14. März 2009 trafen sich zum ersten Male in diesem Jahr 27 Pilgerfreunde am Ursulinenkloster in Erfurt, um sich auf den Weg der starken Frauen in Thüringen zu begeben und gemeinsam ein Stück Weges unter die Füße zu nehmen. Unser Tag begann mit einer Andacht in der Kirche des Ursulinenklosters. Da die Schwestern selber Einkehrtag hatten, mussten wir uns behelfen und hielten und organisierten mit freundlicher Unterstützung aus der Gruppe heraus, unsere Andacht selber. Unser Pilgerfreund Steffen Rödiger sprach einführende Worte zum Anliegen des diesjährigen Pilgerpfades und mit gemeinsamen Gesang und dem Erbitten des Reisesegens wurde unser Auftakt begangen. Anschließend hatten wir noch Zeit, die wunderschöne Ausgestaltung der Kirche zu bewundern. Es war auch für uns als „Eingeborene Erfurter“ eine neue Erfahrung, unsere Innenstadt quasi mit den Augen des Pilgernden zu sehen und unsere Gruppe fiel im Gewimmel des Samstagsvormittags durchaus auf. Unsere erste Zwischenstation war in der jüdischen Landesgemeinde Thüringen, in der neuen Erfurter Synagoge, eingeplant. Dort trafen wir den Vorsitzenden der jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Herrn Wolfgang Nossen, zu einem überaus interessanten und informativen Gespräch. Nach einem kurzen und humorvollen Überblick über das Gemeindeleben konnten unsere Pilgerfreunde Herrn Nossen ihre Fragen stellen. Geduldig und mit nicht nachlassender Freundlichkeit wurden alle neugierigen Fragen beantwortet. Obwohl nur eine halbe Stunde für dieses Treffen vorgesehen war, mussten wir nach eineinhalb Stunden zum Aufbruch drängen. Mit Bedauern und dem Versprechen, weitere Informationsmöglichkeiten zu nutzen, gingen die Teilnehmer den weiteren Weg an. Unser Weg führte uns durch schöne Straßenzüge in der alten Erfurter Stadt und dann durch den Luisenpark, eine alte Parklandschaft, die von den Erfurtern zu jeder Jahreszeit für Erholungszwecke genutzt wird. Gegenüber dem Dreienbrunnenbad befinden sich die Drei Brunnen Quellen; drei seit über 120 Jahren bestehende Tiefbrunnen bringen heilendes Mineralwasser an die Oberfläche und laden zum Verkosten ein. Obwohl geschmacklich sicherlich nicht jedermann Lieblingsgetränk, ist der gesundheitliche Nutzen unbestritten und es wurde von dieser Gelegenheit ausgiebig Gebrauch gemacht. Obwohl etwas in zeitlichem Verzug, gelang es uns, cum tempore die Kirche in Hochheim zu erreichen. Zu unserem Bedauern hatte hier die Organisation nicht richtig gegriffen und wir mussten notgedrungen auf das Treffen mit der evangelischen Gemeinde verzichten. Glücklicherweise war die katholische Kirche in Hochheim nicht verschlossen und so ergriffen wir kurzer Hand die Gelegenheit und versammelten uns in dieser. Eine selbst gestaltete kurze Andacht und Gesang trugen dazu bei, bei allen Pilgerfreunden die Kräfte wieder zu sammeln. Eine kurze Stärkung in Form des Picknicks an den aufgestellten Glocken tat das übrige. Gestärkt und wieder frohen Mutes machten wir uns auf den weiteren Weg. Wie es bei uns bereits gute Tradition ist, gingen wir daran anschließend ein Teilstück in schweigender Kontemplation. Hier führt der Bachstelzenweg entlang der Gera und man gewinnt einen Eindruck, von der Macht, die das Wasser auszuüben im Stande ist. Schweigend gingen wir nun fast bis zum Ortsrand von Erfurt - Bischleben. Von Bischleben führte uns unser Weg etwas querfeldein nach Möbisburg. Die Kirche St. Dionysius von Möbisburg ist Teil einer prähistorischen Wallanlage und liegt etwas erhöht auf einem Berg und es stellte sich noch einmal die Aufgabe, diesen Berg zu erklimmen. Auf der Höhe wurden wir in aller Freundlichkeit von dem evangelischen Pfarrer in Möbisburg, Herrn Holger Lübs sowie seiner Frau, empfangen. Nach den Anstrengungen des Aufstiegs zur Kirche wurde ein Tee gerne angenommen und diente der Erholung. Frau Lübs führte uns anschließend in die Kirche und erläuterte einige Aspekte der Geschichte dieses Gotteshauses. Zum Abschluss dieses Pilgertages feierte Pfarrer Lübs gemeinsam mit uns eine Andacht. Im Anschluss an diesen erquickenden Tag nutzten Pilgerfreunde noch die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür die Töpferei in der Mühle Möbisburg zu besuchen. Mit dem Bus traten wir dann die Rückfahrt nach Erfurt an und verabschiedeten uns für das nächste Pilgertreffen. Gertrud Göb und Heiko Schröter |
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