| 4. Etappe Ökumenisches Samstagspilgern in Thüringen |
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Pilgerbericht vom 13.06.2009
Pilgerweg: Haarhausen – Mühlberg – Holzhausen – Haarhausen Strecke ca. 16 km, Teilnehmer: ca. 30
Wieder einmal traf sich unsere Gruppe, um auf dem Weg der starken Frauen ein Stück gemeinsam zu gehen. In unserer Gruppe setzen wir Ökumene in der Tat um und erleben gemeinsam die Annäherung an Gott und ein Stück Natur gleichzeitig.
Die heutige Strecke war als Rundweg rund um die Veste Wachsenburg gedacht. In der Thüringer Geschichte spielt die Veste Wachsenburg eine bedeutende Rolle; gehört sie doch zu den Thüringer „Drei Gleichen“, gemeinsam mit der Mühlburg und der Wanderslebener Burg.
Die Verbindung zu den drei starken Thüringer Frauen ergibt sich aus dem Wirken der heiligen Radegundis. , deren Aufenthalt auf der Mühlburg nachgewiesen ist, wovon auch die Überreste einer kleinen Kapelle unweit der Mühlburg zeugen.
Unser Pilgerweg begann in Haarhausen. Dort wurden wir von Frau Pastorin Kahlert von der einheimischen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Empfang genommen und herzlich begrüßt. In der Kirche in Haarhausen eröffneten wir unseren Pilgertag mit einer gemeinsamen Andacht. Wie es bereits Tradition ist, wurde diese Andacht von Mitgliedern unserer Gruppe gemeinsam mit der Pastorin gestaltet. Auch die Kirche von Haarhausen ist ein Ort der Geschichte und sie muß in der heutigen Zeit gegen allerlei andere Verlockungen den jungen Menschen ein Zeichen setzen.
Unser Weg führte uns durch die herrlich blühende Natur über grüne Wiesen und durch Wald nach Mühlberg. Hier wurden wir besonders herzlich von Frau Pastorin Stötzner in ihrer Kirche empfangen. Auch hier wieder eine sehr tiefgründige Andacht und Gespräche über den Sinn und das Anliegen unseres Pilgerweges. Besonders die Wichtigkeit und das stellvertretende Leiden auf dem Weg zur Erkenntnis Gottes waren für Frau Stötzner wichtige Aspekte des Daseins als Pilger. „Pilger seien etwas Besonderes und Heiliges“, hob sie hervor und wies darauf hin, daß Kirche auch als und aus dem Dasein als Pilger entstanden ist und bis heute davon lebt. Erstmalig erlebten wir auf unserem Pilgerweg die Waschung der Füße der heiligen Pilger, verbunden mit einem Segensspruch und besten Wünschen für den weiteren Weg.
Dieser führte uns auf die Mühlburg, die nur noch als Ruine existiert. Unweit davon finden wir die Überreste der bereits erwähnten Radegundis-Kapelle. Entsprechend unserer Tradition, einen Wegabschnitt in völliger Stille zu absolvieren, nutzten wir den weiteren Weg nach Holzhausen, um mit eigenen Gedanken und in Kontemplation Gott und der Natur ein Stück näher zu sein.
Den Abschluß des heutigen Tages bildete die Kirche in Holzhausen. Auch hier wieder eine evangelisch-lutherische Gemeinde. Die Andacht zum Abschluß des Tages wurde wieder aus der Gruppe heraus gestaltet. Man mag es beklagen, aber es ist nun einmal Realität und so auch hier: Eine Pastorin muss mehrere Gemeinden betreuen und so trafen wir hier erneut auf Frau Pastorin Kahlert, die uns angemessen für den Tag dankte und ein freundliches Lebewohl sagte.
Den Rest des Weges, zurück zu unserem Ausgangspunkt in Haarhausen legten wir zügig zurück und verabredeten uns frohen Mutes zu unserem nächsten Pilgertag.
Erfurt, im Juni 2009
Gertrud Göb und Heiko Schröter |
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