| Samstagspilgern in Thüringen 2009 - 2.Etappe |
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"Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft. Im Menschen lebt eine Sehnsucht, die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung. Immer lockt ihn das andere, das Fremde. Doch alles Neue, das er unterwegs sieht, kann ihn niemals ganz erfüllen. Seine Sehnsucht ist größer. Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz Anderen, und alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an, dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott.“ Ökumenisches Samstagspilgern in Thüringen – Auf dem Weg der starken FrauenVon Bischleben nach Neudietendorf am 18.04.2009Treffpunkt war die katholische Kirche in Stedten/Bischleben. Freundlich empfangen wurden wir von Herrn Pfarrer Hartelt, der uns nach unserer Andacht die Geschichte der Kirche erzählte. Wie immer kommt man ins Staunen über diese bewegenden Geschichten. Eigentlich als evang. Kirche vom Gutsherren des benachbarten Gutes, der Grafen von Keller, 1745 erbaut, wurde die Kirche nach dem Krieg ab 1946 für katholische Gottesdienste genutzt, ab 1977 gehörte die Kirche dann zur katholischen Gemeinde. Die liebevolle Sanierung wurde 1990 abgeschlossen. Die Elisabeth-Kirche weist noch alte Malereien auf: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn.“ Vielen Dank an Heiko und Gertrud für die Andacht in der Elisabethkirche in Stedten. Auf die Wanderung begaben sich 28 Pilger, 2 davon Kinder. Unser Weg führte über Möbisburg, das Mariental – den Zusammenfluss der Flüsse Apfelstedt und Gera. Nach kurzer Pause, ging es auf einem sehr schmalen Weg, teilweise schweigend, nach Ingersleben. Der Frühling hüllte uns ein in einem Blütentummel. Ein Steinkreuz steht am Ortseingang von Ingersleben, nicht gleich für jeden sichtbar. Frau Kafski, die Kirchenälteste empfing uns und erzählte uns von der ca. 600 Jahre alten Kirche St. Marien und der Arbeit in der Gemeinde. Zum Aufwärmen wurden wir ins Gemeindehaus eingeladen. Bei Kaffee und Tee verbrachten wir eine gemütliche Stunde. Vielen Dank an Bärbel für die Andacht in der Marienkirche in Ingersleben. Der Weg nach Neudietendorf war nicht weit. Unsere erste Station war die evangelische Kirche St. Johannes. Der Turm stammt aus dem Jahr 1591, das Kirchenschiff entstand 1914-16 auf den alten Grundmauern. Bewundernswert ist das erhaltene Glasfenster „Zum guten Hirten“. Frau Baumbach begleitete unsere Lieder auf der Orgel, Frau Battenstein erzählte von der Kirche, Herr Pfarrer Teile las die Losung des Tages. Wir haben von der Brüdergemeinde, einer evangelischen Freikirche erfahren. Vielen Dank an Frau Battenstein für die liebevolle Bewirtung mit Kaffee, Tee und leckerem Fettbrot. Die 2. Station in Neudietendorf ist die katholische Kirche St. Raphael. Frau Hüller empfing uns in der hellen, freundlichen und modernen Kirche. Die Sanierung wurde vor 4 Jahren abgeschlossen. Wir lauschten den Erzählungen von Frau Hüller und beim Lied zum Abschluss unserer Pilgerreise waren wir nicht alle so textsicher. Parkähnlich angelegt ist im Nachbargelände der Friedhof der Brüdergemeinde. Eine beeindruckende Pilgerwanderung geht zu Ende. Auf dem Weg zum Bahnhof sammeln wir noch Eindrücke von der Gemeinde und sind gespannt auf die nächste Tour. Angelika Donath
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