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Pilgerauftakt 2012
  Das neue Jahr 2012 hat begonnen!   Es wird  auch für uns Pilger wieder viele verschiedene Wege bereithalten
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6. Etappe Oekumenisches Samstagspilgern PDF Drucken E-Mail

Pilgerbericht

6. Etappe des Ökumenischen Samstagspilgern –

Stadtpilgergang durch Halle

Am Samstag dem 1. August machten sich Pilger aus ganz Mitteldeutschland, von Marienberg bis Hannover – Langenhagen, auf den Weg nach Halle an der Saale.
Das Pilgerbüro im Peißnitzhaus und Pf. Sören Brenner bereiteten diesen Tag seit dem Frühjahr, sehr engagiert vor.
Die Pilgerfreunde aus der Region Leipzig, bekamen bereits eine Stadtführung vom Hallenser Hauptbahnhof aus. Ulla Steger führte sie entlang der Leipziger Straße zum Standort der ehemaligen Jakobskapelle und schließlich zum Markt.
Am Händeldenkmal hatten sich bereits die Pilger aus den anderen Regionen und aus den Hallenser Gemeinden eingefunden. Renate Ender, Ulla Steger, Sören Brenner mit Tochter Pauline u  nd Dagmar Schlegel konnten 55 Personen, darunter 2 Familien mit Kinderwagen und Fahrrädern, begrüßen.
Unser erster Wegabschnitt führte uns zum Händelhaus und dann zum Dom. Das Gotteshaus dient der reformierten Gemeinde als Heimat. Mit dem Laudate omnes gentes aus Taize` zogen wir ein, um unsere Morgenandacht zu halten. Pf. Brenner hatte bezugnehmend auf Halle und seine Geschichte, das Thema: SALZ gewählt, oder wie es in der Bibel steht: „ Ihr seid das Salz der Erde“. Anschließend erzählte Frau Hentzsche aus der fast 800 jährigen Geschichte des Domes. Nach einem ausführlichen Rundgang, einem Orgelstück und dem begehrten Pilgerstempel ging es weiter auf dem Weg durch die Stadt.
Zuerst an einem Denkmal des Malers Mathias Grünewald, der in Halle starb, vorbei, zu zwei alten Mühlen, an deren Mauern man die Pegelstände der Hochwasser vergangener Jahrhunderte ablesen konnte. Dann an der Moritzburg entlang zu unserem nächsten Ziel der evangelischen Laurentiuskirche oder wie es Pauline sagte zur „ Kindergartenkirche“ ( Sie geht in den Kindergarten in der Nähe.) Die Kirche steht auf einem Friedhof und wir wurden von Frau Schlademann vom Kircherat und KMD Prof. Gleim herzlich begrüßt. Die Pilger betraten dieses interessante Kirchengebäude und nach einem Orgelstück und gemeinsamen Fürbitten, berichtete Frau Schlademann aus dem vor allem musikalisch geprägten Gemeindeleben. Gerade wurde auch ein neuer Pfarrer gewählt. Die Gemeinde ist sehr aktiv und es besteht ein großer Zusammenhalt, das resultiert wohl auch aus der Geschichte, 1984 brannte das Gotteshaus durch Brandstiftung bis auf die Grundmauern nieder und wurde mit viel Eigenengagement wieder errichtet.
Als wir aus der Kirche traten, war ein Büffet mit kühlen Getränken aufgebaut, das wurde dankbar angenommen. Sören Brenner las uns noch die Legende des Märtyrers Laurentius vor und dann ging es weiter, dem Mittagsziel entgegen.
Das historische Peißnitzhaus, mit seiner wechselvollen Geschichte, steht auf einer durch zwei Saalearme gebildeten Insel. Leider verfiel das Haus aus dem 19. Jh. in den letzten Jahren immer mehr. Vor einigen Jahren gründete sich ein Verein der dem Haus wieder Leben einhaucht! Angebote für Kinder und Erwachsene werden durch Herrn Gebert und seine Mitstreiter organisiert. Seit Anfang des vorigen Jahres ist das Pilgerbüro unter Leitung von Renate Ender, ein Teil dieses Vereines.
Bei herrlichem Wetter konnten wir das Gelände am alten Haus für unsere Mittagsrast nutzen. Das Team um Frau Hartmann und ihre Mutter, die an diesem Tag Geburtstag hatte, hatte für uns einen sehr leckeren vegetarischen Eintopf gekocht und obwohl ursprünglich nur für 40 Pilger geplant, war für alle reichlich da ( biblisch eben, wir glauben daran )! Renate Ender informierte an einem Stand über die unterschiedlichen Angebote des Pilgerbüros und es gab natürlich wieder einen Stempel für die Ausweise. Bevor es weiterging, bedankten wir uns bei den Gastgebern mit dem Pilgerlied (mit der „ Dagmar“ Strophe von Herrn Hillmann).
Nun wurde es grün, auf Waldwegen ging es weiter. Wir kreuzten den Lutherweg und erinnerten uns an die vorletzte Etappe, bei der wir den ursprünglichen Initiator kennengelernt hatten. Entlang der Alten Saale lief es sich angenehm und als wir aus dem Wald heraustraten, standen wir an der Brücke über die Saale und hoch auf dem gegenüberliegenden Ufer grüßte Burg Giebichenstein. Sören Brenner und Volker Schikowsky konnten den Pilgern aus der Geschichte der Burg berichten. In der DDR war besonders die dort ansässige Hochschule für Kunst und Design bekannt.
Richtung Kröllwitz ging es nun über Treppen hinauf, besonders für die Kinderwagen schwierig, aber alle schafften es und nach einer kurzen Pause am Aussichtspunkt, waren es nur noch wenige Meter bis zur evangelischen Petruskirche, die uns offen begrüßte. Pf. Becker sang mit uns Kanons und betete mit Psalm 121 , mit dem Kehrvers: Mein Gott, auf Dich vertraue ich! Ein Wort für die Pilger und Strophen des Liedes: Kommt, Kinder, laßt uns gehen von Gerhard Tersteegen begleiteten uns auf das nächste Stück des Weges, treppab über die Saale- Brücke, an der Bartholomäuskirche entlang und zur katholischen Kirche St. Norbert.
Dort wartete bereits Herr Heinze auf uns Pilger und berichtete aus der reichlich hundertjährigen Geschichte der Kirche und Gemeinde. Besonders beindruckt waren wir vom Wandbild hinter dem Altar, einem Mosaik aus dem Jahr 1974.
Eine Mondsichel-Madonna an einem Pfeiler hatte Renate Ender zu einem geistigen Ausflug in Ihre Gedankenwelt, während des Pilgerganges auf dem Ökumenischen Pilgerweg, angeregt.
Weiter gingen wir durch die sonnendurchfluteten, heißen Straßen, dem nächsten Etappenziel entgegen. Und plötzlich sahen wir vor uns eine große neogotische Kirche auf einem Hügel. Im selben Moment begannen die Glocken zur Begrüßung zu läuten!!!! Durch weit geöffnete Kirchentore traten wir in die evangelische Pauluskirche. Sie wurden vor wenigen Jahren renoviert und Pf. Kasparek und Herr Feige, begrüßten uns mit Wissenswerten zu Kirche und Orgel.
Danach ging es den Berg hinab zum Pfarrgarten, wo die Pilger von gedeckten Tischen mit Kaffee und Kuchen erwartet wurden! Wieder ein Höhepunkt an diesem Tag! Neben der verdienten Stärkung, informierte uns Renate Kleiber zum Spendenprojekt „ Jakobikirche Mücheln „ ; Renate Ender brachte echtes Halloren Salz unter die Leute und Dagmar Schlegel warb für die Deutsche St. Jakobusgesellschaft. Dankbar und etwas erholt, begaben wir uns nun auf das letzte Teilstück des Pilgertages.
Mit einem kurzen Stopp an der katholischen Heilig Kreuzkirche, liefen wir vorbei an der Leopoldina zum Universitätsring. Dort steht in den Grünanlagen eine mittelalterliche Betsäule, die ursprünglich wohl in der Nähe des Galgen – Platzes (heutiger Riebeckplatz) gestanden hat. Mehrfach hat sie ihren Standort gewechselt und die Bilddarstellung könnte auch für den Teil eines Kreuzweges sprechen.
Durch das Universitätsgelände, mit Fotostopp, erreichten wir dann wieder das Stadtzentrum, wo immer noch ein Fest gefeiert wurde und die laute Musik uns Pilger fast erschreckte. Wie angenehm war es da, das nun das Ziel unseres Pilgerganges durch Halle unter dem Abendgeläut der umliegenden Kirchen erreicht war. Die katholische Pfarrkirche St. Moritz stand mit weitgeöffneter Tür und mit Herrn Pf. Vogler für uns bereit.
Während einer kurzen Andacht schaute Pf. Sören Brenner dankbar auf diesen Tag und alle zurück, die für uns dagewesen waren! Pf. Vogler erzählte uns noch Einiges zur Kirche, der katholischen Gemeinde in Halle und zu den Institutionen, die hier angesiedelt sind.
Dagmar Schlegel dankte zum Abschluß Renate Ender und Sören Brenner für Ihr tolles Engagement und alle Mühe in der Vorbereitung dieses Pilgertages!
Mit dem letzten Stempel und einen herzlichen „ Auf Wiedersehen „ endete dieser gesegnete Pilgerweg durch Halle.
Dagmar Schlegel