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Pilgerauftakt 2012
  Das neue Jahr 2012 hat begonnen!   Es wird  auch für uns Pilger wieder viele verschiedene Wege bereithalten
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2. Etappe des Ökumenischen Samstagspilgern

In diesem Jahr war der Karsamstag wieder einmal ein Pilgertag, zum dritten Mal  nach 2005 und 2007.

 

 

Die  Bedeutung dieses Tages für uns Christen, aber auch die Hoffnung  auf die Auferstehung und den nun endlich beginnenden Frühling begleitete uns auf dem Weg von Borna nach Altenburg.

Unser  Begleiter für diesen Tag, Heino Streller, holte die Pilger  die mit der Bahn aus Richtung Leipzig kamen, sogar vom Bahnhof ab  und führte  durch die Stadt zum Marktplatz.  Vor dem altehrwürdigen, mehrfach umgebauten Rathaus erzählte er aus der Geschichte der Stadt an der ehemaligen Reichsstraße  von Leipzig nach Nürnberg.

Dann ging es zum eigentlichen Startpunkt des Tages, der Emmauskirche . Dort erwarteten und schon  Pilgerfreunde aus Borna  und  anderen Gegenden  Mitteldeutschlands.  Für die meisten war die, aus dem nun abgebaggerten Heuersdorf umgesetzte Kirche,  eine  Neuentdeckung  und gerade diese Geschichte bewegte doch sehr.

Pf. Gärtner ging in seiner Andacht  auf den Weg Jesu unter dem  Kreuz  ein. Werden wir ihn begleiten?! Würden wir das Kreuz dieses Weges  auch auf uns nehmen?   Mit dem Lied:“ Holz  auf Jesu Schulter“, begleitet von Kantor Müller auf der Orgel  und dem Pilgersegen   ging es in den Pilgertag hinaus.

Es blieb sogar noch ein wenig Zeit, uns die große Marienkirche und das Cafè     „ OFFENKUNDIG“  der  Bornaer ev. Kirchgemeinde an zusehen.

Was würde diesen Tag neben dem schon bedachten Thema ausmachen:         Wir sahen es gleich:  die vorzügliche Beschriftung des Pilgerweges mit dem Zeichen der Muschel und den dezenten aber unübersehbaren gelben  Pfeilen! Vielen Dank an Heino Streller und seinen Mitstreiter dafür !

Am Reichstor vorbei, ging es  zur alten Kunigundenkirche und dann durch enge Gassen hinein in die  Natur,  einer wunderbaren Auenlandschaft, entlang von Mühlgräben und  dem Flüsschen Wyhra . An markanten Plätzen  wies uns  Heino Streller auf die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte hin, und wir überlegten, was die nächsten Jahre dieser Landschaft wohl bringen würden.

Bald erreichten wir das Dorf  Zedtlitz  und eine erste Pause mit Informationen war unterhalb der Kirche willkommen! Danach ging es aber gleich weiter Richtung Wyhra. An der, schon von weitem, durch Ihren Dachreiter sichtbaren Kirche empfing uns Herr Kritz, der uns in der Dorfkirche, viel Interessantes aus deren wechselvollen Geschichte berichten konnte. Wir durften sogar einen kurzen Blick auf die Festtagsseite des Hans Witten zugeschriebenen  Altares werfen.  Besonders der vor einigen Jahren wieder aufgebaute Dachreiter ist der Stolz der kleinen Kirche und Ihrer Gemeinde. Pf. Morgenstern kam dann noch dazu  und hielt eine kurze Meditation und gab uns den Segen mit auf unseren Weg.

Nun ging es durch das schöne Dorf  wieder in die Natur hinaus.   Die gelben Pfeile wiesen uns weiter den Weg. Wir waren nicht die  Einzigen die an diesem Tag  unterwegs waren, eine Gruppe Fahrradfahrer überholte  uns  Fußpilger.

An einer Wegkreuzung berichtete Dagmar Schlegel von der Tagung der Fränk. Jakobusgesellschaft ,  bei der die Zusammenarbeit der Pilger unserer Regionen intensiviert wurde.

Im Wald in dem  der Pilgerweg  nun weiter verlief , sah man die Ergebnisse  der  Waldarbeiter und vielleicht auch der Wildschweine ,  über Äste und Bäume ging es etwas schwierig voran . Aber dann führte der Weg immer am Wasser  entlang zum  Pahnaer Erholungsgebiet.   Dort erwarteten  uns zahllose offene  Kioske und Gaststätten, die uns Pilger zu einer Stärkung und Ruhepause  einluden.

Anschließend führte der Weg  weiter durch den Wald und schließlich auf einen Damm zwischen   Teichen hindurch  auf unser nächstes Ziel Windischleuba zu.  Im Schloßhof  eroberten die Pilger gleich die Bänke und den Getränkeautomaten , nach einer kurzen Pause kam der Leiter der Jugendherberge Herr Hermann zu uns und führte uns kurz durch die Geschichte des Schloßes, sogar eine  Mini- Führung durch  wenige Räume waren in unserem knappen Zeitplan noch drin .

Nun ging es zur Kirche des Ortes, an dem  Pf. Herfurth für uns bereit stand! Er berichtete aus der Geschichte  dieser verhältnismäßig großen Kirche. Auch von den unausweichlichen Veränderungen der letzten Jahre und dem daraus resultierenden Zusammenrücken der Gemeinde . mit der Kirche als Mittelpunkt des Gemeindelebens.  Auch von  zufälligen  Ereignissen, wie  einem spontanen Konzert des Thomanerchores, der in der Jugendherberge geprobt hatte,  erzählte er.

Auch  wenn es  schwer fiel, gingen wir  nun auf den letzten Teil  des Weges am heutigen Tage. Durch Wiesenwege und  und das Dorf  Remsa, ging es dann zur stark befahrenen  Straße . Aber bald konnten wir diese wieder verlassen und standen plötzlich  in einem kleinen  Park vor einem  kleinen Schloß oder ehemaligen Herrenhaus. Leider wußte niemand etwas Näheres dazu zu sagen. Aber davor stand eine  riesige Platane unter der wir uns versammelten und das Pilgerlied  sangen. Mit einem Gedicht zum „ Baum „  beendete Heino Streller seine  naturnahe Führung durch diesen Pilgertag!

Nun war unser Ziel Altenburg nicht mehr weit,  durch  Kleingärten und Betriebsgelände kamen wir schnell in die Stadt und  an der Agneskirche vorbei ging es durch den Schloßpark . An einem  Aussichtspunkt an der Schloßmauer gab es nochmal kurze Ausführungen zur den Gebäuden, die wir vor uns sahen. Danach ging es mit schnellen Schritten zuerst bergab und dann wieder steil  bergauf zu den Treppen der vor uns aufragenden katholischen Kirche. Pf. Schäffel erwartete  uns schon, und unter Gesang zogen wir in den Kirchenraum ein.  Nachdem alle Ihren Platz gefunden hatten begrüßte uns der Pfarrer und ging kurz auf die Geschichte, dieser vor 60 Jahren aus einem Varieté entstandenen Kirche ein.  Am Abend dieses  Pilgertages  kamen wir nochmal auf die Bedeutung des Kreuzes  und des davon ausgehenden Geistes zurück. Anlaß dazu gab uns das Kreuz des Künstlers Friedrich Press  über dem Altartisch, daß Christus mit  geneigten  Haupt zeigt.  In einem Gang von der Pieta zu einer Ikone gedachten wir derer, die dieses Mal vielleicht nicht dabei sein konnten und der Erlebnisse auf diesem Pilgerweg. Nach dem Segen und dem Pilgerstempel verabschiedeten wir uns voneinander!

Eine gesegnete Osterzeit , bis zu einem Wiedersehen auf den Pilgerwegen !

Dagmar Schlegel       Rackwitz