| Pilgerbericht |
|
|
|
|
2. Etappe des Ökumenischen Samstagspilgern
In diesem Jahr war der Karsamstag wieder einmal ein Pilgertag, zum dritten Mal nach 2005 und 2007.
Die Bedeutung dieses Tages für uns Christen, aber auch die Hoffnung auf die Auferstehung und den nun endlich beginnenden Frühling begleitete uns auf dem Weg von Borna nach Altenburg. Unser Begleiter für diesen Tag, Heino Streller, holte die Pilger die mit der Bahn aus Richtung Leipzig kamen, sogar vom Bahnhof ab und führte durch die Stadt zum Marktplatz. Vor dem altehrwürdigen, mehrfach umgebauten Rathaus erzählte er aus der Geschichte der Stadt an der ehemaligen Reichsstraße von Leipzig nach Nürnberg. Dann ging es zum eigentlichen Startpunkt des Tages, der Emmauskirche . Dort erwarteten und schon Pilgerfreunde aus Borna und anderen Gegenden Mitteldeutschlands. Für die meisten war die, aus dem nun abgebaggerten Heuersdorf umgesetzte Kirche, eine Neuentdeckung und gerade diese Geschichte bewegte doch sehr. Pf. Gärtner ging in seiner Andacht auf den Weg Jesu unter dem Kreuz ein. Werden wir ihn begleiten?! Würden wir das Kreuz dieses Weges auch auf uns nehmen? Mit dem Lied:“ Holz auf Jesu Schulter“, begleitet von Kantor Müller auf der Orgel und dem Pilgersegen ging es in den Pilgertag hinaus. Es blieb sogar noch ein wenig Zeit, uns die große Marienkirche und das Cafè „ OFFENKUNDIG“ der Bornaer ev. Kirchgemeinde an zusehen. Was würde diesen Tag neben dem schon bedachten Thema ausmachen: Wir sahen es gleich: die vorzügliche Beschriftung des Pilgerweges mit dem Zeichen der Muschel und den dezenten aber unübersehbaren gelben Pfeilen! Vielen Dank an Heino Streller und seinen Mitstreiter dafür ! Am Reichstor vorbei, ging es zur alten Kunigundenkirche und dann durch enge Gassen hinein in die Natur, einer wunderbaren Auenlandschaft, entlang von Mühlgräben und dem Flüsschen Wyhra . An markanten Plätzen wies uns Heino Streller auf die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte hin, und wir überlegten, was die nächsten Jahre dieser Landschaft wohl bringen würden. Bald erreichten wir das Dorf Zedtlitz und eine erste Pause mit Informationen war unterhalb der Kirche willkommen! Danach ging es aber gleich weiter Richtung Wyhra. An der, schon von weitem, durch Ihren Dachreiter sichtbaren Kirche empfing uns Herr Kritz, der uns in der Dorfkirche, viel Interessantes aus deren wechselvollen Geschichte berichten konnte. Wir durften sogar einen kurzen Blick auf die Festtagsseite des Hans Witten zugeschriebenen Altares werfen. Besonders der vor einigen Jahren wieder aufgebaute Dachreiter ist der Stolz der kleinen Kirche und Ihrer Gemeinde. Pf. Morgenstern kam dann noch dazu und hielt eine kurze Meditation und gab uns den Segen mit auf unseren Weg. Nun ging es durch das schöne Dorf wieder in die Natur hinaus. Die gelben Pfeile wiesen uns weiter den Weg. Wir waren nicht die Einzigen die an diesem Tag unterwegs waren, eine Gruppe Fahrradfahrer überholte uns Fußpilger. An einer Wegkreuzung berichtete Dagmar Schlegel von der Tagung der Fränk. Jakobusgesellschaft , bei der die Zusammenarbeit der Pilger unserer Regionen intensiviert wurde. Im Wald in dem der Pilgerweg nun weiter verlief , sah man die Ergebnisse der Waldarbeiter und vielleicht auch der Wildschweine , über Äste und Bäume ging es etwas schwierig voran . Aber dann führte der Weg immer am Wasser entlang zum Pahnaer Erholungsgebiet. Dort erwarteten uns zahllose offene Kioske und Gaststätten, die uns Pilger zu einer Stärkung und Ruhepause einluden. Anschließend führte der Weg weiter durch den Wald und schließlich auf einen Damm zwischen Teichen hindurch auf unser nächstes Ziel Windischleuba zu. Im Schloßhof eroberten die Pilger gleich die Bänke und den Getränkeautomaten , nach einer kurzen Pause kam der Leiter der Jugendherberge Herr Hermann zu uns und führte uns kurz durch die Geschichte des Schloßes, sogar eine Mini- Führung durch wenige Räume waren in unserem knappen Zeitplan noch drin . Nun ging es zur Kirche des Ortes, an dem Pf. Herfurth für uns bereit stand! Er berichtete aus der Geschichte dieser verhältnismäßig großen Kirche. Auch von den unausweichlichen Veränderungen der letzten Jahre und dem daraus resultierenden Zusammenrücken der Gemeinde . mit der Kirche als Mittelpunkt des Gemeindelebens. Auch von zufälligen Ereignissen, wie einem spontanen Konzert des Thomanerchores, der in der Jugendherberge geprobt hatte, erzählte er. Auch wenn es schwer fiel, gingen wir nun auf den letzten Teil des Weges am heutigen Tage. Durch Wiesenwege und und das Dorf Remsa, ging es dann zur stark befahrenen Straße . Aber bald konnten wir diese wieder verlassen und standen plötzlich in einem kleinen Park vor einem kleinen Schloß oder ehemaligen Herrenhaus. Leider wußte niemand etwas Näheres dazu zu sagen. Aber davor stand eine riesige Platane unter der wir uns versammelten und das Pilgerlied sangen. Mit einem Gedicht zum „ Baum „ beendete Heino Streller seine naturnahe Führung durch diesen Pilgertag! Nun war unser Ziel Altenburg nicht mehr weit, durch Kleingärten und Betriebsgelände kamen wir schnell in die Stadt und an der Agneskirche vorbei ging es durch den Schloßpark . An einem Aussichtspunkt an der Schloßmauer gab es nochmal kurze Ausführungen zur den Gebäuden, die wir vor uns sahen. Danach ging es mit schnellen Schritten zuerst bergab und dann wieder steil bergauf zu den Treppen der vor uns aufragenden katholischen Kirche. Pf. Schäffel erwartete uns schon, und unter Gesang zogen wir in den Kirchenraum ein. Nachdem alle Ihren Platz gefunden hatten begrüßte uns der Pfarrer und ging kurz auf die Geschichte, dieser vor 60 Jahren aus einem Varieté entstandenen Kirche ein. Am Abend dieses Pilgertages kamen wir nochmal auf die Bedeutung des Kreuzes und des davon ausgehenden Geistes zurück. Anlaß dazu gab uns das Kreuz des Künstlers Friedrich Press über dem Altartisch, daß Christus mit geneigten Haupt zeigt. In einem Gang von der Pieta zu einer Ikone gedachten wir derer, die dieses Mal vielleicht nicht dabei sein konnten und der Erlebnisse auf diesem Pilgerweg. Nach dem Segen und dem Pilgerstempel verabschiedeten wir uns voneinander! Eine gesegnete Osterzeit , bis zu einem Wiedersehen auf den Pilgerwegen ! Dagmar Schlegel Rackwitz
|


