Pilgerbericht 6. Etappe Ökumenisches Samstagspilgern 2019

zu Klöstern und Kirchen entlang der Unstrut,
7. September 2019 von Sömmerda zum Lutherstein nach Stotternheim
Bei dieser Etappe verabschiedeten wir uns von dem Fluss, der unserem Pilgern in diesem Jahr den Titel gegeben hat. Nass wurde es trotzdem, aber davon später.
Nachdem die 5. Etappe in der Katholischen Kirche von Sömmerda endete, starteten wir dieses Mal in der beeindruckenden Evangelischen Stadtkirche St. Bonifatius.
Pfarrerin Baumann hatte gleich zu Beginn Ihrer Andacht ein Rätsel für uns: es wurde ein muskuläres pumpendes Körperorgan gesucht, daß aber zugleich auch für unser Verhältnis zueinander und zu Gott steht. Das HERZ.
Gemeinsam dachten wir darüber nach. Nach dem Pilgersegen stiegen wir noch auf die Empore, denn dort liegt der Pilgerstempel der Gemeinde.

Bevor es endgültig auf den Weg ging, erfuhren wir noch Interessantes zu zwei berühmten Persönlichkeiten aus der Geschichte der Stadt: Christian Gotthilf Salzmann und Nicolaus von Dreyse.

Es dauert dann doch eine ganze Weile, ehe wir entlang der Erfurter Straße an den Stadtrand gelangen und in die Natur. Auch wenn es „nur“ der Weg entlang der Bahnstrecke ist, so bietet er dennoch herrliche Ausblicke in die spätsommerliche Natur. Unser Mitpilger Dietrich Walkow begleitet den Weg mit dem Spiel auf seiner Mundharmonika. Bei einer kurzen Pause schauen wir den Bauern bei der Ernte zu.

Dann sehen wir vor uns eine Kirchturmspitze und da sich hinter uns die Wolken zu türmen beginnen, beschleunigen wir unseren Schritt zu unserem Mittagsziel Großrudestedt. Schon im Schaukasten des Ortes werden wir Samstagspilger mit freundlichen Worten angekündigt.
Vor der offenen Kirchentür wartet Frau Prestel vom Kirchenvorstand auf uns. Sie begrüßt uns herzlich in IHRER Kirche, so empfinden wir es, als wir Ihren Berichten über die Entstehung, das Leben und die schwierige Erhaltung dieses geschichtsträchtigen Gotteshauses zuhören. Wir staunten nicht schlecht als Sie uns zum Dank für unseren Besuch eine Kerze mit dem Bild der Kirche und einem Blatt mit der Geschichte übergab.

Nach einer kurzen Pause, gingen wir nun wieder auf den Weg, auf einem kurzen Abschnitt des „Laura“ Radweges nach Schwansee und anschließend im Wald, ein Stück schweigend, bedenkend, was uns an diesem Pilgertag besonders am Herzen lag.

Und dann kamen sie, die ersten Tropfen des Regens. Die ganz wetterfesten blieben noch unbeschirmt, als wir jedoch im prasselnden Regen aus dem Wald traten, wurden alle Regencapes und Schirme zum Schutz vor der Nässe benutzt. Keiner hatte einen Blick für die Sonnenblumen, es hieß mur noch den Pfützen und Schlamm ausweichen.
Als wir die Chaussee zum Lutherstein erreichten, ließ es ein bisschen nach und welche Überraschung: plötzlich stand da unsere Erfurter Pilgerfreundin Annett Gerlach und freute sich, daß wir kamen! Danke an Veronika Seidel, die das mit organisiert hat.
Aber auch Pfarrer Redeker aus Stotternheim erwartete uns am Lutherstein.
Nach dem Motto: Platz ist in der kleinsten Hütte, wurde der Pavillon neben dem Lutherstein zur Kirche für uns 13 Pilger. Pfarrer Redeker erzählte uns aus der Geschichte des Ortes und der Bedeutung für die Gemeinde und hielt mit uns das Abschlussgebet dieses Pilgertages.

Nun gab es den wunderbaren selbstgebackenen Kuchen und sogar Kaffee. Danke liebe Annett Gerlach für die gelungene Überraschung.

Zwei Kilometer waren es dann noch bis zum Bahnhof Stotternheim, von wo uns der Zug wieder nach Erfurt und dann nach Hause brachte.

Danke für diesen wiederum vielfältigen und behüteten Pilgertag.


Dagmar Schlegel Rackwitz im September 2019




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