Pilgerbericht 1.Etappe Ökumenisches Samstagspilgern entlang der Weißen Elster

1. Etappe von Leipzig-Knauthain nach Pegau
Zum diesjährigen Start des Leipziger Ökumenischen Samstagpilgerns trafen sich 34 Teilnehmer 9.00 Uhr in der Hoffnungskirche Leipzig-Knauthain.
Nach einer Andacht mit Pfarrer Albani und einigen Erklärungen zur Geschichte des Ortes Knauthain und seiner Kirche durch Herrn Markus Cottin starteten wir bei bestem Frühlingswetter auf den Weg nach Süden.
Dieser führte uns rasch aus der Ortslage hinaus entlang des nun verlandenden Elsterstausees zur neuen Autobahn A 38. Diese unterquerend erreichten wir das Ufer des Zwenkauer See. Wir folgten seinem westlichen Ufer bis in Höhe der Ortslage Zitzschen, wobei wir einer guten Tradition folgend einen Teil dieses Wegstücks schweigend zurücklegten. Zahlreiche Weiden, ebenso Kornel- und Traubenkirsche standen in voller Blüte.
Am Aussichts- und Informationspunkt zum Zwenkauer See angelangt, erwartete uns Herr Daniel Kalis vom Heimatverein Zitzschen, um uns einige Erklärungen zur Entstehung und gegenwärtigen Bedeutung des ehemaligen Böhlen-Zwenkauer Tagebaus und nunmehrigen Zwenkauer Sees zu geben. Er wies darauf hin, dass der Wasserspiegel des Sees noch weiter steigen wird, der See aber auch zugleich große Bedeutung für den Hochwasserschutz hat und dass auch zukünftig im Falle von Hochwasser der Wasserstand bis zu 2 Meter erhöht werden kann und damit Leipzig vor einem Hochwasser der Weißen Elster gut geschützt ist.
Interessant war dann auch zu erfahren, dass das schmucke Dorf Zitzschen sehr erfolgreich am Landesausscheid Unser Dorf hat Zukunft teilnahm und dabei 2015 den dritten Platz belegte. Beeindruckend war auch die sehr gut sanierte frühklassizistische Dorfkirche in der uns Frau Tilger eine kleine Einführung gab.

Nun führte unser Weg ins nahe gelegene Großdalzig, wo uns Herr Hofmann begeistert vom Guss der neuen Kirchenglocken berichtete, die kürzlich an ihrem Bestimmungsort angekommen sind und nun ihren Platz im Glockenturm gefunden haben. Von hier ging es durch die Feldmark nach Wiederau, wo wir das restaurierte Barockschloss leider nur von außen bewundern konnten. Dagmar Schlegel konnte aber sehr anschaulich über den Werdegang von der Errichtung (um 1700) bis zum Verfall nach 1945 sowie der Sanierung nach 2010 berichten. Unmittelbar mit der Errichtung des Schlosses ist die weltliche Bachkantate Angenehmes Wiederau, freue dich in deinen Auen verbunden.
Von Wiederau führte dann der Weg entlang der Elster auf dem Elsterradweg nach Weideroda und schließlich nach Pegau. Hier konnten wir mit Glockengeläut in die Katholische St. Hedwigs-Kapelle einziehen und Herr Hundeck hielt mit uns zum Abschluss der Pilgeretappe eine Andacht und erläuterte anschließen die Gemeindesituation und den Bau der 1996 geweihten neuen Kapelle.
Danach galt es Abschied zu nehmen. Die meisten Teilnehmer liefen aber noch gemeinsam zum Pegauer Bahnhof und fuhren von dort zurück nach Knauthain oder zu weiteren Haltepunkten der Elstertalbahn.
Dank gilt Dagmar, die in bewährter Weise diese Etappe organisiert und geführt hat, allen Menschen vor Ort, die ihre Kirchen für uns öffneten, sowie allen Teilnehmern für eine harmonische Gemeinschaft.

Peter Scholz, Schkeuditz und Prag
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