Pilgerbericht 7. Etappe des Ökumenischen Samstagspilgern

6. Oktober 2018 von Greiz nach Steinsdorf
Dem Aufruf von Dagmar Schlegel, an diesem letzten Ökumenischen Samstagspilgern 2018 teilzunehmen, waren ca. 30 Pilgerinnen und Pilger aus nah und fern gefolgt. Wie immer war der bevorstehende Tagesablauf von Dagmar Schlegel bestens vorbereitet worden, diesmal zusätzlich mit Unterstützung von Siegfried Töllner. Zudem erwartete uns prächtiges Herbstwetter. Einem stimmigen Pilgertag stand somit nichts im Wege.
Nach Sammeln am Greizer Bahnhof gegen 9 Uhr 45 begann der Pilgertag mit einer Andacht in der nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernten katholischen Herz Jesu Kirche. Pfarrer Mandler nahm in seinen Ausführungen Bezug auf das Unterwegssein und verwies u.a. auf Abraham (im AT) sowie auf Jesus auf seinem Weg mit den Jüngern nach von Galiläa nach Jerusalem (NT). Gelesen wurde auch das Gotteslob Herz Jesu 676/3. Pfarrer Mandler ging noch kurz auf die Entstehung der Kirche ein (Baujahr 1936 in der Nazizeit, ca. 1000 Gemeindeglieder, offene Kirche für Wanderer/Pilger.
Zur Stärkung für den bevorstehenden Weg reichte uns unsere Pilgerfreundin Katrin Bier, die der Kirchgemeinde angehört, Kaffee und Kuchen.
Und es gab einen Pilgerstempel.

Dann machten wir uns auf den Weg. Nach Überquerung der Elster ging es zunächst erhöht mit guter Aussicht auf Greiz an einer Straße entlang bis Göltzschhammer, wo sich Weiße Elster und Göltzsch vereinen.
Nach einer Einstimmung durch Dagmar auf den weiteren Tagesverlauf ging es Wanderwegen über Rothentalleite, Dölau, Am Butterberg und Sachswitz ca. 8,2 km bis nach Elsterberg.
In der Elsterberger St. Laurentiuskirche wurden wir von Frau Börsch in Empfang genommen.
Dagmar gestaltete das Mittagsgebet und Frau Börsch gab Einblicke in das Gemeindeleben, welches sich aufgrund weniger gewordener Gemeindeglieder schwierig gestaltet. Ausgeführt wurde auch von Frau Börsch, dass die Kirche im Jahr 1840 abgebrannt war und in erstaunlich kurzer Zeit
von 4 Jahren neu errichtet und geweiht werden konnte. Bemerkenswert ist auch die Orgel vom Orgelbaumeister Karl Gottlieb Jehmlich. Nachdem wir uns in der Kirche noch stärken konnten und
am Portal ein Gruppenfoto gemacht wurde, setzten wir uns wieder in Gang.

Über die Plauensche Straße führte uns der Weg hinaus aus der Stadt. Beim Abzweig B92 kurz nach der Brücke wurde der vereinbarte Shuttledienst (Sabine Rinau und Monika Töllner) für die Überbrückung eines steilen Wegeabschnittes angeboten. Denn es folgte ein steiler langgezogener Aufstieg auf einem schmalen Pfad aus dem Elstertal hinauf nach Görschnitz.
In Görschnitz war die Überraschung groß, weil wir bei der FFW Görschnitz empfangen und mit Kaffee/Kuchen bewirtet wurden. Trotz der guten Atmosphäre konnten wir auch hier nicht
lange verweilen. Aber ohne strikte Einhaltung des Zeitplans geht es eben beim Samstagspilgern nicht.

Der weitere Weg Richtung Steinsdorf stellte keine hohen läuferischen Ansprüche und wir konnten das gute Wetter, den frischen Wind und die Aussicht auf der Höhe in vollen Zügen genießen.
Am Abzweig zur Alten Salzstraße erwartete uns etwas Besonderes.
Von Siegfried Töllner organisiert, begleiteten uns ab jetzt bis Steinsdorf 4 Alpakas. Siehe https://www.vogtland-alpakas.de/ Die Familie Stöcker erläuterte kurz, was es mit ihrer Alpaka-Zucht auf sich hat. Ein Blick auf die Internetseite gibt nähre Hinweise.
Jeder von uns bekam Gelegenheit eines dieser putzigen Tiere an der Leine zu führen.

Schließlich erreichten wir, nachdem wir den Golfplatz passierten: Steinsdorf.
An der Dorfkirche erwartete uns Frau Pfarrerin Rummel.
Bevor wir in die Kirche eintraten, wurde noch ein Gruppenfoto für die örtliche Presse aufgenommen.

Wie Pfarrerin Rummel die Andacht zum Abschluß dieses Pilgertages gestaltete, hat mich sehr beeindruckt. Lied 395 (Vertraut den neuen Wegen…) wurde gesungen und dann bekamen wir interessante Erläuterungen zur Geschichte dieser schönen alten Dorfkirche, sicher ein Kleinod im
Vogtland. In Stichworten: Ca. 600 Jahre alt, Gegründet wohl von einem Ritterorden, an der Salzstraße gelegen, spätgotischer Flügelaltar, Altarschrein, Kanzel, Taufstein. Diese schöne Dorfkirche
Ist im Internet sehr gut beschrieben. Siehe https://www.kirche-joessnitz.de/steinsdorf/geschichte/,
Zudem war die Kirche wunderschön für das bevorstehende Erntedankfest ausgeschmückt.

Da dies der letzte Samstagspilgertag 2018 war, verteilte Dagmar an alle Teilnehmer eine Pilgerurkunde als Dokument bei dem diesjährigen Pilgern dabei gewesen zu sein.

Kurz nach 17 Uhr brachen wir auf um noch die 2 km bis zum Bahnhaltepunkt Barthmühle zurückzulegen.
Ein in allen Belangen stimmiger Pilgertag ging damit zu Ende.

Vielen Dank nochmals an Dagmar Schlegel, Siegfried Töllner, seine Ehefrau und an alle nicht namentlich benannten Unterstützer.

Euer Günter Müller aus Köditz bei Hof
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