Bericht Pilgertreffen Leinefelde 10. November 2018

15 Jahre Region Mitteldeutschland in der Dt. St. Jakobus Gesellschaft e.V.
Der Tagestreff der Caritas an der katholischen St. Bonifatius Kirche Leinfelde war am Samstag Ort des Treffens für Pilger und Gäste aus den drei mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ehrengäste waren Christoph Kühn – der Begründer der Pilgerbewegung in Mitteldeutschland- aus Köln und Martin Gottschewski aus Bremen – Regionalbeauftragter der Region Nord in der Dt. St. Jakobus Gesellschaft.

Nach einem kurzen geistlichen Wort wurde Rückschau gehalten auf 15 Jahre Entwicklung des Pilgerns in unserer Gegend.

Christoph Kühn führte noch einmal die Ursprünge vor Augen. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Pilgern, die Idee der Wiederbelebung der Wege der Jakobspilger, umgesetzt im Ökumenischen Pilgerweg Via regia und das regelmäßige gemeinsame Unterwegssein beim Ökumenischen Samstagspilgern, übernommen von Schweizer Pilgerfreunden.
Steffen Rödiger aus Bad Frankenhausen- Regionalbeauftragter von 2007-2013 zeigte die weitere Entwicklung vor allem in Bildern vom Ökumenischen Samstagspilgern und erinnerte an die Höhepunkte, wie das Ökumenische Sternpilgern nach Erfurt aus Anlass des Besuchs von Papst Benedikt im Eichsfeld und in Erfurt 2011 und die Jahrestagung der Gesellschaft in Heiligenstadt 2012, die von den hiesigen Pilgern maßgeblich mitgestaltet wurde.
Dagmar Schlegel – Beauftragte der Region seit 2013, ging in ihrem Bericht auf die erfreulichen Entwicklungen in der Wiederbelebung weiterer Wege der Jakobuspilger ein, so z.B. des Sächsischen Jakobsweges an der Frankenstraße, mit seinen Zuwegungen im Erzgebirge, der Abschnitt Paulinzella – Almerswind in Thüringen oder der Via imperii zwischen Leipzig und Hof im Jahr 2015.
Die Kooperation mit anderen Weg-Initiativen ist Bestandteil des Pilgerlebens, aber auch die Mitwirkung bei den Kirchentagen.

Der erste Teil des Treffens endete mit der Mittagsandacht in der beeindruckenden St. Bonifatius Kirche. Pf. Gregor Arndt, langjähriges Mitglied der Dt. St. Jakobus Gesellschaft, erzählte von seiner eigenen Pilgerschaft und stellte den Pilgern einen Teil der von dem verstorbenen Glaskünstler Christoph Grüger gestalteten Kirche die Fenster mit den Erzengeln Michael, Gabriel und Raphael vor.
Der Segen für uns Pilger und alle Wege begleitete uns in den Nachmittag.

Vor dem aktiven Pilgern gab es eine köstliche warme Suppe, die uns stärkte.

Helmut Heiland aus Heiligenstadt begleitete die etwa 20 Pilger durch den herbstlichen Wald nach Beinrode. Ziel war der von Santiago-Pilger Franz Kurze, aus Dankbarkeit für behütete Wege und zum Innehalten für vorbei Kommende, aufgestellten Bildstock.
Frank Kaufhold aus Uder – Gastgeber des Tages, entzündete eine Kerze, die er von seiner persönlichen Pilgertour in diesem Jahr nach Santiago mitbrachte und sprach ein Pilgergebet.
Danach staunten die Pilger nicht schlecht, in dem Haus neben dem Bildstock hat Ehepaar Kurze eine Pilgerklause eingerichtet.
Und weil vor 535 Jahren Martin Luther geboren wurde und am 11. November Martinstag ist (zum Gedenken an den Hl. Martin von Tours) gab es Martinshörnchen, die gern unter den Pilgerfreunden aus nah und fern geteilt wurden. Dabei stellte sich heraus, dass es diesen Brauch wohl nicht überall gibt.

Auf dem Rückweg nach Leinefelde, genossen wir auf dem Richte-Berg die Aussicht über die weite Landschaft und zu den Burgen Scharfenstein und Bodenstein.

Im letzten Teil des Tages ging es noch einmal um einen Rückblick auf das Ökumenische Samstagspilgern 2018, geprägt von großer Hitze, aber auch sehr persönlichen Begegnungen. Annemarie Bräuer, älteste aktive Mitpilgerin erhielt Ihre Pilgerurkunde für dieses Jahr und Martina Schwind dankte im Namen aller, Dagmar Schlegel für Ihre Arbeit.

Der Ausblick für 2019 nahm die Vorstellung des Ökumenischen Samstagspilgern, die Beteiligung beim Kirchentag in Dortmund und als Höhepunkt des Jahres, die Jahrestagung der Deutschen St. Jakobus Gesellschaft in Erfurt in den Blick.

Anschließend brachen die Pilger auf, um zum Abschluss des Tages eine Dankandacht in der Ev. Kirche mit Pf. Samuel Golling zu feiern. Wie überraschte uns diese kleine wunderbare Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Von außen unscheinbar im 1. Stock eines Hauses im Zentrum des Ortes gelegen, glänzten die echten Kerzen, mit dem Blumen geschmückten Altar und unseren dankbaren Herzen zur Ehre Gottes.
Das Lied Schönster Herr Jesu (EG 403) begleitete uns Pilger, des Pilgertreffens – 15 Jahre Region Mitteldeutschland in der Dt. St. Jakobus Gesellschaft, nach dem Segen auf unsere Wege nach Hause.

Auf ein Wiedersehen, so Gott will und wir leben, im Jahr 2019.

Dagmar Schlegel Rackwitz 11. November 2018
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